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MUSIC FOR A WHILE
Meisterwerke des Barock
Hartmut SCHULZ (Bariton), Raphaël BEREAU (Gitarre)
Dienstag, 12. November 2026, 19:00 Uhr​
Barocksaal Fuhrmannhaus,
Linzer Str. 404, 1140 Wien
Man braucht erstaunlich wenig, um über die Liebe zu sprechen. Eine Stimme genügt. Eine Gitarre ist allerdings hilfreich.

Und schon sind wir bei Henry Purcell, der offenbar meinte, Musik gehöre ohnehin zu den Grundnahrungsmitteln der Liebe. If Music be the Food of Love heißt eines seiner Lieder, und Music for a While verspricht, dass Musik so ziemlich alles vermag: trösten, beruhigen, verführen – und sogar die Furien dazu bringen, ihre Schlangen fallen zu lassen.

Von England geht es nach Italien, wo die Sache mit der Liebe erwartungsgemäß komplizierter wird. Amarilli, mia bella ist eine große Liebeserklärung, in Sebben crudele sieht die Lage weniger rosig aus, und Se tu m’ami stellt die alte Frage: Wer liebt hier eigentlich wen? Generationen von Sängerinnen und Sängern kennen diese Stücke als Arie antiche. Ganz so antik ist ihre Geschichte allerdings nicht. Im 19. Jahrhundert wurden alte italienische Arien wiederentdeckt und bearbeitet. Se tu m’ami, lange Pergolesi zugeschrieben, ist sogar ein reizvoller Grenzfall zwischen Original, Bearbeitung und möglicherweise gelungener Neuerfindung.

Dann kommt Mauro Giuliani – und mit ihm Wien. Der italienische Gitarrenvirtuose war hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Star. In seinen Liedern begegnen sich Stimme und Gitarre auf Augenhöhe: Die Gitarre lauscht, antwortet und weiß manches offenbar schon, bevor der Sänger es ausspricht. Zwischendurch darf sie deshalb auch allein das Wort ergreifen.

Und zum Schluss Händel. Nach all den Liebesschwüren, Zurückweisungen und Tränen könnte man nun eine letzte große Liebeserklärung erwarten.

Die bekommt man auch. Nur gilt sie einer Platane.

Im berühmten Ombra mai fu besingt König Serse ihren lieblichen Schatten und wünscht dem Baum, dass Stürme und Unwetter ihn verschonen mögen. Vielleicht steckt darin mehr Lebensweisheit, als Händel beabsichtigt hat: Menschen können grausam sein, Geliebte untreu und Gefühle verwirrend.

Ein schöner schattiger Baum hingegen enttäuscht nur selten.


Programm (Änderungen vorbehalten):

Henry Purcell (1659 - 1695)
  • Music for a While
  • If Music be the Food of Love

Gitarre solo

Arie Antiche
  • Sebben crudele (Antonio Caldara, 1670 - 1736)
  • Amarilli mia bella (Giulio Caccini, 1551 - 1618)
  • Se tu mami (Giovanni Batista Pergolesi, 1710 - 1736, o. Alessandro Parisotti, 1853 - 1913)

Gitarre solo
    
Mauro Giuliani (1781 - 1829)      
  • Ombre ame ne
  • Tu delle dee regina
  • Alle mie tante lagrime

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
  • Ombra mai fu




Platzreservierung :
Kartenreservierung erbeten  [hier klicken]
​Eintritt frei, empfohlene Spende EUR 10
Freie Platzwahl
Ort : Fuhrmannhaus
Klicken Sie auf den Namen um den Stadtplan Wien, mit den Öffis-Möglichkeiten zu sehen.
​© wien.gv.at/stadtplan

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Kunst- und Kulturverein TAKE 5
Kleine Neugasse, 15-19/2/28, A-1050 Wien
[email protected]

ZVR-Nr. 1059248472
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