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DOMAINS
Eine französische Lese
​Josef Lamell (Klarinette), Nathalie Matthys (Piano)
Donnerstag. 17. September 2026, 19:00 Uhr
​Klaviersalon Atzgersdorf, Endresstraße 18/1, 1230 Wien
   Der Titel „Domaines“ ist weit mehr als eine Referenz an die berühmten Weingüter Frankreichs; er ist eine Metapher für die klanglichen Terroirs, die das französische Musikschaffen des 20. Jahrhunderts geprägt haben. In diesem Programm führen Josef Lamell (Klarinette) und Nathalie Matthys (Piano) durch eine Landschaft aus impressionistischer Farbgewalt, neoklassischer Klarheit und avantgardistischer Struktur.

   Den intellektuellen Ankerpunkt bilden Selektionen aus Pierre Boulez’ „Domaines“. Ursprünglich als mobiles Werk konzipiert, in dem der Solist physisch durch verschiedene „Reviere“ des Ensembles wandert, bricht es die statische Konzertsituation auf und fordert eine neue Unmittelbarkeit des Klangs.
Den Kontrast dazu bilden die lyrischen und virtuosen Schätze der Jahrhundertwende:

   Eugène Bozza entfaltet in seiner „Bucolique“ die pastorale Seele der Klarinette. Lili Boulanger, die viel zu früh verstorbene Ausnahmeerscheinung, ist mit zwei Charakterstücken vertreten, die zwischen nächtlicher Melancholie („Nocturne“) und rhythmischem Drang („Cortège“) changieren.
Maurice Ravels „Sonate posthume“ zeigt den jungen Komponisten noch tief in der Romantik verwurzelt, während Claude Debussys „Pagodes“ das Tor zum Exotismus und zur Gamelan-Inspiration weit aufstößt.

   Den Abschluss bildet die hochemotionale Sonate für Klarinette und Piano von Francis Poulenc. Sie ist ein Werk der Abschiede – kurz vor seinem Tod komponiert und dem Andenken an Arthur Honegger gewidmet. Zwischen dem „Allegro tristamente“ und dem feurigen Finale spiegelt sie die ganze Ambivalenz der französischen Moderne wider: Eleganz, Witz und eine tief sitzende Traurigkeit.


Programm (Änderungen vorbehalten):

Pierre Boulez (1925 - 2016)
  • Selektionen aus Domaines (1968)

Eugène Bozza (1905 - 1991)
  • Bucolique pour clarinette et piano (1949)

Lily Boulanger (1893 - 1918), arr. J. Lamell
  • Deux morceaux pour violon et piano (1911/1914)
  1. Nocturne 
  2. Cortège

Maurice Ravel (1875 - 1937), arr. J. Lamell
  • Sonate posthume pour violon et piano (1897)

Claude Debussy (1862 - 1918)
  • Pagodes, aus Estampes, no. 1 (1903)

George Enescu (1881 - 1955), arr. J. Lamell
  • Légende (1906)

Francis Poulenc (1899 - 1963)
  • Sonate pour clarinette et piano (1962)
  1. Allegro tristamente
  2. Romanza
  3. Allegro con fuoco​                                  

Platzreservierung :
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​Eintritt : empfohlene Spende: € 10,- und die Künstler freuen sich über mehr!
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Ort : Servitenkloster
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​© wien.gv.at/stadtplan

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Kunst- und Kulturverein TAKE 5
Kleine Neugasse, 15-19/2/28, A-1050 Wien
[email protected]

ZVR-Nr. 1059248472
​www.vereintake5.wien
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