VERSCHRÄNKTE REGUNGEN
Skrjabin, Ravel, Rachmaninow, Franck
Dienstag 24. Februar 2026, 19:00 Uhr
Paula Garcia del VALLE (Piano)
Amtshaus Landstraße, Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien (Karl-Borromäus-Saal, 2. Stock)
Skrjabin, Ravel, Rachmaninow, Franck
Dienstag 24. Februar 2026, 19:00 Uhr
Paula Garcia del VALLE (Piano)
Amtshaus Landstraße, Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien (Karl-Borromäus-Saal, 2. Stock)
Manche Werke scheinen weniger einer Epoche als einem inneren Zustand anzugehören.
Dieses Programm folgt solchen inneren Bewegungen – Regungen, die sich über Zeit, Stil und Grenzen hinweg verschränken. Von Skrjabins mystischer Klangwelt über Ravels nächtliche Visionen bis zu Rachmaninows verdichteten Seelenlandschaften und Francks monumentaler Synthese entfaltet sich ein Bogen zwischen Intimität und Transzendenz.
Alexander Skrjabin – Sonate Nr. 2 fis-Moll, op. 19
Skrjabins zweite Sonate ist eine Musik der Dämmerung. Der Komponist selbst beschrieb sie als nächtliche Meereslandschaft – ein Werk zwischen Bewegung und Stillstand. Der erste Satz scheint aus der Ferne zu kommen, wie ein innerer Monolog, während das Finale in wellenartigen Gesten aufbrandet. Schon hier wird Skrjabins spätere Vision spürbar: Musik als Ausdruck geistiger Zustände, in der Harmonie nicht nur Struktur, sondern Bedeutung trägt.
Maurice Ravel – Gaspard de la nuit
Mit Gaspard de la nuit betritt das Programm eine dunklere, imaginäre Nacht. Inspiriert von Gedichten Aloysius Bertrands erschafft Ravel drei musikalische Miniaturen von extremer klanglicher Präzision.
Ondine flirrt und verführt, Le Gibet hält die Zeit in erstarrter Unbeweglichkeit an, während Scarbo als groteske, albtraumhafte Figur immer wieder auftaucht und verschwindet. Hier wird Virtuosität zur dramaturgischen Kraft – Klang als Illusion, Schatten und Spiegelung.
Sergej Rachmaninow – Präludien (D-Dur, g-Moll, Es-Dur, gis-Moll)
Rachmaninows Präludien sind Momentaufnahmen innerer Zustände. Jedes Stück trägt eine eigene emotionale Gravitation – von strahlender Weite bis zu düsterer Verdichtung. Trotz ihrer Kürze besitzen sie eine orchestrale Tiefe und eine unmittelbare Ausdruckskraft. In ihnen klingt stets eine Spannung zwischen Melancholie und Aufbegehren, zwischen persönlichem Bekenntnis und großer Geste.
César Franck – Präludium, Choral und Fuge
Francks Werk bildet den architektonischen und geistigen Abschluss des Programms. Präludium, Choral und Fuge sind hier nicht nur Formen, sondern Ausdruck einer organischen Entwicklung: Alles geht aus einem Keim hervor und kehrt verwandelt zurück. Die zyklische Anlage, die dichte Chromatik und die kontrapunktische Strenge verbinden romantische Expressivität mit spiritueller Erhabenheit.
Nach den fragmentarischen und visionären Klangwelten der vorherigen Werke wirkt Francks Musik wie eine Sammlung und Bündelung aller zuvor gehörten Regungen.
Dieses Konzert verbindet Werke, die aus dem Innersten heraus entstehen: Musik als Spiegel nächtlicher Bilder, seelischer Spannungen und geistiger Ordnung – verschieden in ihrer Sprache, verbunden in ihrer Suche.
Programm (Änderungen vorbehalten):
Alexander Skrjabin (1872 - 1915)
Maurice Ravel (1875 - 1937)
Pause
Sergei Rachmaninow (1873 - 1943)
César Franck (1822 - 1890)
Präludium, Choral und Fuge, FWV 21
Dieses Programm folgt solchen inneren Bewegungen – Regungen, die sich über Zeit, Stil und Grenzen hinweg verschränken. Von Skrjabins mystischer Klangwelt über Ravels nächtliche Visionen bis zu Rachmaninows verdichteten Seelenlandschaften und Francks monumentaler Synthese entfaltet sich ein Bogen zwischen Intimität und Transzendenz.
Alexander Skrjabin – Sonate Nr. 2 fis-Moll, op. 19
Skrjabins zweite Sonate ist eine Musik der Dämmerung. Der Komponist selbst beschrieb sie als nächtliche Meereslandschaft – ein Werk zwischen Bewegung und Stillstand. Der erste Satz scheint aus der Ferne zu kommen, wie ein innerer Monolog, während das Finale in wellenartigen Gesten aufbrandet. Schon hier wird Skrjabins spätere Vision spürbar: Musik als Ausdruck geistiger Zustände, in der Harmonie nicht nur Struktur, sondern Bedeutung trägt.
Maurice Ravel – Gaspard de la nuit
Mit Gaspard de la nuit betritt das Programm eine dunklere, imaginäre Nacht. Inspiriert von Gedichten Aloysius Bertrands erschafft Ravel drei musikalische Miniaturen von extremer klanglicher Präzision.
Ondine flirrt und verführt, Le Gibet hält die Zeit in erstarrter Unbeweglichkeit an, während Scarbo als groteske, albtraumhafte Figur immer wieder auftaucht und verschwindet. Hier wird Virtuosität zur dramaturgischen Kraft – Klang als Illusion, Schatten und Spiegelung.
Sergej Rachmaninow – Präludien (D-Dur, g-Moll, Es-Dur, gis-Moll)
Rachmaninows Präludien sind Momentaufnahmen innerer Zustände. Jedes Stück trägt eine eigene emotionale Gravitation – von strahlender Weite bis zu düsterer Verdichtung. Trotz ihrer Kürze besitzen sie eine orchestrale Tiefe und eine unmittelbare Ausdruckskraft. In ihnen klingt stets eine Spannung zwischen Melancholie und Aufbegehren, zwischen persönlichem Bekenntnis und großer Geste.
César Franck – Präludium, Choral und Fuge
Francks Werk bildet den architektonischen und geistigen Abschluss des Programms. Präludium, Choral und Fuge sind hier nicht nur Formen, sondern Ausdruck einer organischen Entwicklung: Alles geht aus einem Keim hervor und kehrt verwandelt zurück. Die zyklische Anlage, die dichte Chromatik und die kontrapunktische Strenge verbinden romantische Expressivität mit spiritueller Erhabenheit.
Nach den fragmentarischen und visionären Klangwelten der vorherigen Werke wirkt Francks Musik wie eine Sammlung und Bündelung aller zuvor gehörten Regungen.
Dieses Konzert verbindet Werke, die aus dem Innersten heraus entstehen: Musik als Spiegel nächtlicher Bilder, seelischer Spannungen und geistiger Ordnung – verschieden in ihrer Sprache, verbunden in ihrer Suche.
Programm (Änderungen vorbehalten):
Alexander Skrjabin (1872 - 1915)
- Sonate Nr. 2 gis-Moll, op. 19
Andante - Presto
Maurice Ravel (1875 - 1937)
- Gaspards de la nuit
Ondine - Le gibel - Scarbo
Pause
Sergei Rachmaninow (1873 - 1943)
- Präludien D-Dur, g-Moll, Es-Dur, gis-Moll
César Franck (1822 - 1890)
Präludium, Choral und Fuge, FWV 21
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Platzreservierung :
Kartenreservierung erbeten [noch nicht offen] Eintritt : empfohlene Spende: € 10,- und die Künstler freuen sich über mehr! Freie Platzwahl |
Ort : Borromäussaal
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